Weinbau läßt sich in Italien fast 4000 Jahre weit zurückverfolgen.
Schon lange bevor die Griechen die apenninische Halbinsel besetzten,
kultivierten die einheimischen Volksstämme Reben. Die Geheimnisse
des Weinbaus und der Weinerzeugung gingen von den Griechen und Etrusker
auf die Römer über.
Nach dem Zusammenbruch des römischen Imperiums lag der Weinbau
in Italien weitgehend brach, um erst im Mittelalter erneut an Bedeutung
zu gewinnen. Wein war in Italien lange Zeit ein einfaches landwirtschaftliches
Produkt und es dauerte lange bis man ihm einen höheren Stellenwert
beimaß. Seit Anfang der 1960er Jahre setzen aber immer mehr Winzer
kontinuierlich auf Qualitätssteigerungen, und die Ergebnisse können
sich heute wahrlich sehen lassen. Besonders im Piemont und in der Toskana
werden wahre Weinmonumente geschaffen, die heute ihren Rang unter den
besten Weinen der Welt einnehmen. Darüberhinaus finden sich in
Südtirol, im Trentino, im Friaul und auf Sardinien und Sizilien
immer mehr Winzer, die mit ihren großen Erzeugnissen aufhorchen
lassen.
Nicht so einfach wie in Frankreich ist beim Weinkauf die Orientierung
anhand des Weinetiketts. Zwar kennt auch Italien kontrollierte und garantierte
Herkunftsbezeichnungen, die D.O.C. ( Denominazione di Origine Controllata
) und D.O.C.G. ( Denominazione di Origine Controllata e Garantita ).
Viele der besten Weine Italiens haben allerdings kein Anrecht auf diese
Prädikate, da diese Regelungen den Winzern nur einen engen Spielraum
gewähren, wie und aus welchen Traubengut sie ihre Weine zu erzeugen
haben. Um individuellere Weine zu produzieren, halten sich viele Winzer
nicht an die gesetzlichen Vorgaben, was zur Folge hat, daß ihre
Weine als Vini da Tavola (Tafelwein) eingestuft werden, unter denen
sich jedoch viele der besten Weine des Landes befinden.